Die AC ELWA 2 sichert die Wärmepumpe in einem Einfamilienhaus in Oberösterreich ab. Aber sie kann noch viel mehr, wie dieses Projekt zeigt – Stichwort Eigenverbrauch und doppelte Lebensdauer!
Autor: Tobias Fuchslechner
Bilder: my-PV GmbH
Ein wunderschönes Einfamilienhaus im oberösterreichischen Ternberg bietet mit einer Fünf-Kilowattpeak-Photovoltaikanlage ideale Voraussetzungen, um mehr aus dem eigenen Photovoltaikstrom herauszuholen. Die vier Bewohner des Hauses, das 2012 fertiggestellt wurde, haben einen 300-Liter-Boiler von Vaillant, dazu noch eine Wärmepumpe mit Flächenkollektoren, ebenfalls von Vaillant.
Seit 2012 ist die Wärmepumpe schon dreimal ausgefallen – jeweils für drei bis fünf Tage, an denen kein Warmwasser zur Verfügung stand. Für diesen Fall machte sich der Eigentümer auf die Suche nach einem Heizstab. Durch einen persönlichen Kontakt in der Familie ist er auf my-PV-Lösungen gekommen, die noch mehr als einen gewöhnlichen Heizstab anbieten.
Die Lösungen vom österreichischen Experten für Wärme aus Photovoltaik ermöglichen eine Maximierung des Eigenverbrauchs, also der Verwendung der eigenen Photovoltaikenergie im Haus. Dafür bietet das innovative Unternehmen seit über einem Jahrzehnt Produkte an, die stufenlos geregelt werden, je nach Überschuss aus der Photovoltaikanlage.
Gepaart mit der eigenen Photovoltaikanlage im Haus von Herrn Szekeres war die perfekte Lösung mit der AC ELWA 2 gefunden: Sie eignet sich für den maximalen Eigenverbrauch, denn sie regelt stufenlos von null bis 3.5 Kilowatt, je nach Ertrag beziehungsweise Überschuss der eigenen Photovoltaikanlage. Daneben kann der PV-Heizstab freilich auch zum Nachheizen, bei einem Ausfall des Primärheizsystems (der Wärmepumpe also), herangezogen werden – und mit Strom aus dem öffentlichen Netz eine einstellbare Temperatur im Boiler gewährleisten.
Gab es Hindernisse bei der Implementierung?
Mit dem gekauften Haus war seit 2012 schon ein Vaillant-Boiler mit 300 Litern integriert, welcher leider keinen Heizpatronenanschluss (G 1.5 Zoll) hat. Das erschwerte eine Nachrüstung mit der AC ELWA 2, die zwar in zwei Teilen geliefert wird (Heizstab und Elektronikeinheit getrennt montierbar), aber wenn der Boiler keinen passenden Anschluss für den Heizstab bietet, hilft das wenig. Hierfür wurde ein Umweg genommen, denn der Eigentümer ist von der my-PV-Lösung überzeugt.
Auch einen herkömmlichen Wartungsdeckel inklusive Gewinde für eine einfache Nachrüstung gibt es für diesen Boiler nicht. Der Eigentümer konstruierte extra einen Flansch mit einem Lochkreis inklusive Gewinde, welches er bei einem kleinen Betrieb in der Nähe anfertigen liess. Den Umbau sieht man in den Bildern.
Bei vielen Referenzprojekten, die wir auf der Website haben, war der Einbau in den Boiler beziehungsweise Pufferspeicher kein Problem. Und dieses Projekt hier zeigt, dass es auch erschwert möglich ist, auf Photovoltaikwärme zu setzen.
«Einen zweiten Temperaturfühler für die AC ELWA 2 liess der 300-Liter-Boiler von Vaillant aber zu. Diesen konnte ich in meinen Boiler bei der Tauchhülse für den Temperaturfühler neben dem Originalteil von Vaillant noch dazufügen», so der oberösterreichische Eigentümer.
Wie wird der Warmwasserbedarf im Haus gedeckt?
Die Familie mit insgesamt vier Personen erwärmt primär mit der installierten Wärmepumpe das Warmwasser. Insgesamt zweimal pro Tag wird die Erwärmung angesteuert, einmal zu Mittag und einmal am Abend, wenn keine Sonne da ist.
Selbst wenn der Wirkungsgrad von der Wärmepumpe her besser ist, verbraucht die Wärmepumpe – ausser an sehr sonnigen Tagen – immer auch Netzstrom. Und das, obwohl mit einem Heizstab, der stufenlos geregelt wird, genügend überschüssige Energie aus der Photovoltaik-anlage zur Verfügung stehen würde, um das Warmwasser solarelektrisch zu bereiten – auch mit einem geringeren Wirkungsgrad. Mit den my-PV-Lösungen wird ausschliesslich PV-Strom verwendet, der Netzstrom wird nur für eine etwaige Warmwassersicherstellungsfunktion bezogen, die aber manuell eingestellt werden kann.
Und die verbaute Wärmepumpe schafft nur maximal 50 Grad Celsius im Boiler. Im Sinne der Legionellenprävention wird empfohlen, auch hier höhere Temperaturen von 60 bis 70 Grad zumindest einmal pro Woche zu erreichen. Das schafft die Wärmepumpe nicht, aber die AC ELWA 2 kann das Wasser auf bis zu 95 Grad Celsius erhitzen. Legionellenprophylaxe ist also vorprogrammiert!
Damit ist nicht nur in möglichen Ausfallszeiten der Wärme-pumpe die Warmwasserbereitung gewährleistet, sondern die AC ELWA 2 trägt auch zu einer Sicherstellung eines keimfreien Trinkwassers bei.
Was sind die Vorteile aus Ihrer Sicht durch die Umstellungen beziehungsweise Erweiterung mit Photovoltaikwärme?
«Klarer Vorteil der AC ELWA 2 ist es, den Eigenverbrauch aus der PV-Anlage zu erhöhen. Noch bekommt man eine ohnehin schon geringe Einspeisevergütung, wenn diese aber mal ins Negative kippt oder weiter gestrichen wird, ist das Einspeisen noch unrentabler. Da mache ich lieber mehr aus meinem PV-Strom und nutze ihn für die Wärmebereitung», so der Eigentümer Alexander Szekeres.
Dazu hat die Erweiterung mit der AC ELWA 2 den Vorteil eines zweiten Wärmebereitungssystems, falls die Wärmepumpe wieder einmal ausfällt. So muss die vierköpfige Familie nicht auf das warme Duschen verzichten.
Der grösste Vorteil liegt aber darin, dass die Wärmepumpe im Sommer geschont wird. Wenn man beispielsweise lediglich einen Start der Wärmepumpe für die Warmwasserbereitung in sonnenreichen Monaten hat, verdoppelt das über diesen Zeitraum gesehen die Lebensdauer und schont so die recht hochpreisige Investition des Heizsystems. «So kann mehr aus dem PV-Strom geholt werden und ich schone meine Primärheizungsquelle – eine Win-win-Situation», so der Eigentümer.
Persönliche Kundenmeinung
«Obwohl die Wärmepumpe nur einen Bruchteil an Strom vergleichen mit der AC ELWA 2 verbraucht, kommt die Energie sehr oft nicht von der Sonne und Strom muss zugekauft werden», gibt der Oberösterreicher zu bedenken. Mittlerweile bekommt man auch fast nichts mehr für das Einspeisen des PV-Stroms – zumindest in Österreich. Auch in Deutschland und der Schweiz sind die Vergütungen gesunken – da ist die Eigenverbrauchsoptimierung Pflicht.
«Meine AC ELWA 2 ist nun seit Anfang September 2024 in Betrieb – und ich mache gerne Werbung dafür im Bekanntenkreis, weil sie mit meinem PV-Strom quasi gratis funktioniert», zeigt sich Alexander Szekeres begeistert.
Faktenbox
- Eigentümer: Alexander Szekeres
- Photovoltaikleistung, Ausrichtung: Fünf Kilowattpeak Süden, Dachneigung 38 Grad 0.8 Kilowattpeak Balkonkraftwerk im Westen
- Wechselrichter, Batteriespeicher: Fronius Symo 5.0.3-M, kein Batteriespeicher Fronius Wallbox
- Wärmespeichergrösse: Vaillant VIH RW 300 (Boiler mit 300 Liter ohne Heizpatronenanschluss)
- Bautyp: Einfamilienhaus, Neubau
- Baujahr und Quadratmeteranzahl: 2011/2012, 130 Quadratmeter Wohnfläche
- Eingesetztes my-PV-Produkt & Nutzen: AC ELWA 2, Warmwasserbereitung
- Anlagensteuerung: Fronius Smart Meter






